Methodik & Transparenz

Wie diese Seite ihre Zahlen ermittelt — und wo die Grenzen liegen.

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Datenquelle

Alle Werte stammen vom Deutschen Wetterdienst (DWD), OpenData: die aktuellen Messwerte aus den stündlichen Stationsberichten (POI), die Stationsnamen aus dem MOSMIX-Katalog, die Tageshistorie aus dem Klimaarchiv (KL-Tageswerte).

Für den Stationsverlauf wird zusätzlich die vollständige Tageshistorie jeder Station aus dem Klimaarchiv geladen (Tagesmaximum/-minimum, je nach Station bis ins 19. Jahrhundert zurück); daraus berechnet die Seite die vieljährigen Normalwerte der Periode 1991–2020.

Datenbasis: Deutscher Wetterdienst (DWD) — eigene Aufbereitung; Daten teilweise verändert/aggregiert. Es handelt sich um eine nicht-amtliche Darstellung; für verbindliche Auskünfte gilt ausschließlich die Originalquelle des DWD.

Farbskala

Temperaturen sind nach festen Stufen eingefärbt (gilt für Tabelle, Karte, Kalender und Rekorde):

unter 5 °C 5–15 °C 15–25 °C 25–30 °C 30–35 °C ab 35 °C

Zeit

Gespeichert werden alle Zeitpunkte in UTC; angezeigt wird durchgängig Berlin-Zeit (mit korrekter Sommer-/Winterzeit). Backfill-Werte aus dem Tagesarchiv haben kein Uhrzeit-Detail und erscheinen daher nur als Datum.

„Jetzt" zeigt nur die jüngste Stunde

Die Live-Ansicht zeigt ausschließlich Stationen der aktuellsten vorhandenen Stunde. Stationen, die diese Stunde noch nicht übermittelt haben, fehlen dort vorübergehend — so gibt es keine gemischten Zeitstempel.

Tages-Minimum & „Tiefst"

Ein verlässliches Tagesminimum braucht die Nachtstunden. Für abgeschlossene Tage (Woche/Monat/Jahr und Rekorde) zählt ein Minimum daher nur, wenn der Tag nahezu voll abgedeckt ist (≥ 20 Stundenwerte) oder aus dem Klimaarchiv stammt. Der laufende Tag steuert sein vorläufiges Minimum überall dort bei, wo die Station mindestens 60 % der Messpunkte der bestabgedeckten Station gesammelt hat (dieselbe Grenze wie in der Tag-Ansicht). Maßgeblich ist dabei allein die Anzahl der Messpunkte, nicht die Tageszeit — die Annahme dahinter: Wer so viele Werte hat, hat die kühlen Nachtstunden meist mit erfasst; zwingend ist das nicht. „Wärmste Nacht" lässt den laufenden Tag ganz aus (dessen Minimum ist als Rekord noch unvollständig).

Ranglisten: ausgeblendete Stationen

Stationen mit zu dünner Datenbasis werden je Zeitraum ausgeblendet (nicht gelöscht) — sie erscheinen weiterhin überall, wo sie genug Daten haben. Schwellen:

Unter jeder Rangliste steht, wie viele Stationen deshalb ausgeblendet wurden.

Rekorde

In der Rekorde-Tafel zeigt „Gesamt" die Allzeit-Rekorde aus dem vollen DWD-Archiv (heißester/kältester Tag, wärmste Nacht, längste Hitze-/Eisserie, meiste Hitzetage/Tropennächte samt Serien sowie dieselbe Auswertung für Wüstentage ≥ 35 °C, Extreme Hitze ≥ 40 °C, Gluttage ≥ 45 °C und warme Nächte über Wüstennacht ≥ 25 °C bzw. Super-Tropennacht ≥ 30 °C) — je Station bis zu ihrem Aufzeichnungsbeginn, zusammengeführt mit den laufenden Werten, sodass auch ein frischer Rekord zählt. Die Datumsangaben reichen daher teils bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück. Schwellen, die in Deutschland (noch) nie erreicht wurden — etwa Gluttage ≥ 45 °C oder Super-Tropennächte ≥ 30 °C — bleiben als Karte sichtbar und zeigen „0 · noch nie".

Die einzelnen Jahres-Buttons (2025, 2026, …) rechnen dagegen nur mit dem laufenden Datensatz ab 2025. Dort braucht ein Rekordhalter mindestens 10 Messtage, damit ein einzelner Ausreißer einer selten meldenden Station keinen Rekord verfälscht; Serien-Rekorde (Hitze-/Eisserie) brauchen lückenlose Tage.

Klick auf eine Rekord-Karte öffnet ihren Zeitverlauf: bei Extremwerten (heißester/kältester Tag, wärmste Nacht) den jährlichen Spitzenwert plus die Stufenlinie des bis dahin je erreichten Rekords; bei den Anzahl-Rekorden (gesamt, „Meiste …", „Längste … Serie") die bundesweite Jahreskurve mit markiertem Rekordjahr. Grundlage ist die volle Historie, das laufende Jahr wird aus den Live-Daten ergänzt. Beim Überfahren der Punkte erscheinen Wert, Jahr und — wo sinnvoll — die betreffende Messstation samt Datum. (Die Anzahl-Zähler beziehen sich auf distinkte Tage bundesweit; der Abdeckungseffekt durch die wachsende Stationszahl ist dank Sättigung gering.)

Die „Gesamt"-Rekorde umfassen alle DWD-Klimastationen — auch reine Klimastationen, die nur täglich (kein stündlicher Live-Feed) melden und deshalb nicht in „Jetzt" oder auf der Karte auftauchen. So fehlt kein Rekord, egal an welcher Station er fällt (der bundesweite Höchstwert stammt z. B. von einer solchen Station). Eine reine Klimastation, die noch aktuell sendet und eine lange Reihe (≥ 20 Jahre) hat, ist wie jede andere Station anklickbar und öffnet ein Stationsdetail (Verlauf, Verteilung, Kalender) aus dem Tagesarchiv — reicht die Abdeckung der Normalperiode 1991–2020, zusätzlich mit Normal-Kurve. Stationen, deren Messreihe schon vor Jahren endet (z. B. Heidelberg bis 2012), bleiben reine Rekordhalter (Hinweis statt Detail) — ein Verlauf, der lange vor den Live-Stationen endet, wäre irreführend. Neue Rekorde solcher Stationen zieht ein täglicher Lauf automatisch nach, auch wenn das historische Archiv rund ein Jahr nachhängt.

Trendlinien, 30-Jahres-Mittel & Jahresmitteltemperatur

Ganz oben auf der Rekorde-Seite steht die Jahresmitteltemperatur Deutschlands. Die Jahreswerte sind das offizielle DWD-Gebietsmittel (flächengewichtetes Deutschland-Mittel, ab 1881) — wir übernehmen sie unverändert und rechnen nur Trendlinien und das gleitende Mittel selbst. Die Karte trägt zwei Trendgeraden: eine über die gesamte Reihe (dünn gestrichelt) und eine ab 1960 (kräftig) — so wird sichtbar, dass sich die Erwärmung seit den 1960ern deutlich beschleunigt hat (rund +0,1 °C/Jahrzehnt gesamt gegenüber rund +0,4 °C/Jahrzehnt seit 1960). 1960 ist bewusst ein neutraler, runder Startpunkt (etwa Durchschnittsjahr, kein herausgepicktes Kälte-Tief); die Steigung wächst ohnehin stetig mit späterem Startjahr, was die reale Beschleunigung widerspiegelt, kein Auswahl-Effekt.

Zusätzlich markiert eine gepunktete Linie das vorindustrielle Niveau — das Mittel 1881–1910 (rund 7,8 °C). Der eigentliche IPCC-Referenzzeitraum ist 1850–1900, wovon uns aber keine Daten vorliegen; 1881–1910 liegt nur ~0,04 °C über 1881–1900, ist also ein fairer, eher konservativer Proxy (und die früheste Referenz, die auch der DWD verwendet). Der Hover zeigt für jedes Jahr die Abweichung von diesem Niveau; das jüngste Jahrzehnt liegt rund +2,4 °C darüber.

Dieselben beiden Auswertungstypen erscheinen auch im Rekord-Zeitverlauf und im Rekorde-Tab einer Station:

Bei einer Station zählt für jede Kennzahl nur der Zeitraum, in dem die jeweils nötige Größe (Tagesmaximum für Hitze-Kennzahlen, -minimum für Nacht-Kennzahlen) durchgehend vorliegt — sonst würden reine Min- oder Max-Frühjahre als Nullstrecke den Trend verfälschen.

Normalwerte (Klimamittel 1991–2020)

Die gestrichelte „Normal"-Kurve in Verlauf und Verteilung ist das vieljährige Mittel der WMO-Referenzperiode 1991–2020 — für jede Station und jeden Kalendertag der Durchschnitt des Tagesmaximums bzw. -minimums, mit einem ±7-Tage-Fenster geglättet. Eine Station bekommt nur dann eine Normal-Linie, wenn sie die Periode mit mindestens 20 Jahren abdeckt — sonst entfällt sie ganz (so haben z. B. erst spät dazugekommene Stationen wie die Zugspitze keine). Deckt eine Station die Periode nur teilweise ab, mittelt die Kurve über die vorhandenen Jahre und das Label nennt die tatsächlich genutzte Spanne (z. B. „Normal 1998–2020"); einzelne Kalendertage mit zu dünner Datenbasis bleiben offen.

In den Verteilungs-Tabs zeigt die Normal-Kurve die über die ganze Periode gepoolte Häufigkeit je 1 °C. Der Hover nennt dort für jedes Jahr und das Normal das Perzentil (Anteil der Tage, die kühler oder gleich warm waren) und beim Normal die auf ein Jahr gerechnete Tageszahl.

Stationsverlauf: volle Historie

Ein Klick auf eine Station öffnet ihren Verlauf und lädt dabei die vollständige Tageshistorie nach (oft Jahrzehnte, einzelne Reihen bis ins 19. Jahrhundert). Der Verlauf zeigt das aktuelle und das Vorjahr (kräftig bzw. blass) plus die Normal-Kurve, dazu dezente Schwellenlinien bei 20/30/35/40 °C (sofern im sichtbaren Bereich). Der Hover nennt zusätzlich den Allzeit-Rekord des jeweiligen Kalendertags — dieser stammt aus der vollen Historie und reicht damit weiter zurück als die Rekorde-Tafel (die erst 2025 beginnt). Der Kalender lässt sich von 2 über 10/30 bis auf alle verfügbaren Jahre umschalten.

„Allzeit" in der Rangliste

Im Jahr-Umschalter rankt „Allzeit" die Stationen nach ihrem Allzeit-Rekord (höchstes Tagesmaximum bzw. tiefstes Tagesminimum) aus dem vollen DWD-Archiv — je Station bis zu ihrem Aufzeichnungsbeginn, gemerged mit den laufenden Werten, damit auch ein frischer Rekord zählt. Die angezeigte Datumsspalte trägt deshalb hier das volle Datum samt Jahr. Das ist etwas anderes als die Rekorde-Tafel und die einzelnen Jahres-Ranglisten, die nur auf dem Datensatz ab 2025 beruhen.

Historie & fehlende Stationen

Karte, Rekorde-Tafel und die einzelnen Jahres-Ranglisten arbeiten mit dem laufenden Datensatz ab 2025 (POI-Messwerte plus Backfill aus dem Klimaarchiv); Stationsverlauf und „Allzeit" greifen darüber hinaus auf die volle Historie zu (siehe oben). Rund zwei Dutzend Stationen — überwiegend Bundeswehr-/NATO-Flugplätze — sind im Klimaarchiv ohne Tagestemperatur hinterlegt; sie melden zwar live, haben aber keine vorgelagerte Historie und tauchen in Jahres-Ranglisten erst auf, wenn sie genug eigene Tage gesammelt haben.

Aktualisierung

Die Daten werden stündlich automatisch aktualisiert. Jeder Lauf liest bis zu 24 Stunden aus den Stationsdateien nach — solange mindestens einmal pro Tag aktualisiert wird, geht also keine Stunde verloren, selbst wenn ein Lauf ausfällt.

Datenschutz

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Externe Verbindungen entstehen nur, wenn du selbst einen externen Link anklickst (z. B. zu opendata.dwd.de). Die Wetterdaten werden als statische Dateien von dieser Seite geladen.

Ohne Gewähr

Diese Seite ist ein privates Hobby-Projekt zur Veranschaulichung offener Wetterdaten. Keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität — im Zweifel gilt der DWD.

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